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Fehlerbehebung bei Leistungsproblemen virtueller Maschinen auf ESX/ESXi (2145095)

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Haftungsausschluss: Dieser Artikel ist eine Übersetzung des zugrunde liegenden Artikels Troubleshooting ESX/ESXi virtual machine performance issues (2001003). Die Übersetzung des Artikels erfolgt auf einer Minimalbasis („Best Effort“), übersetzter Inhalt der Artikel kann veraltet oder inkorrekt sein. Schadenersatzansprüche sind vollständig ausgeschlossen.


  • In virtuellen Gastmaschinen ausgeführte Dienste reagieren langsam.
  • In virtuellen Gastmaschinen ausgeführte Anwendungen reagieren unregelmäßig.
  • Die virtuelle Gastmaschine scheint langsam zu sein oder reagiert nicht mehr.

Resolution

Dieser Artikel stellt Informationen zum Isolieren eines Leistungsproblems in ESXi/ESX bereit. Eine unzureichende Leistung kann durch mehrere verschiedene Bereiche verursacht werden: CPU-Einschränkungen, Überreservierung des Arbeitsspeichers, Speicherlatenz, Netzwerklatenz. Wenn mindestens eine Ihrer virtuellen Maschinen eine unzureichende Reaktionszeit aufweist, berücksichtigen Sie jeden dieser Bereiche, um den Engpass zu finden.

Jeder unten aufgeführte Schritt bietet Anleitungen und Links zu den entsprechenden Dokumenten.
 
Die Schritte sind in der optimalen Reihenfolge angeordnet, um das Problem zu isolieren und die entsprechende Fehlerbehebungsmaßnahme zu identifizieren. Sie sind auch in der optimalen Reihenfolge angeordnet, um Datenverlust zu minimieren.
 
Hinweis: Ermitteln Sie nach dem Ausführen eines jeden Schritts, ob das Leistungsproblem immer noch vorhanden ist. Bearbeiten Sie jeden Schritt zur Fehlerbehebung in der angegebenen Reihenfolge und überspringen Sie keinen Schritt.

Dieser Artikel enthält vier Hauptabschnitte:

CPU-Einschränkungen

So ermitteln Sie, ob eine CPU-Einschränkung die Ursache für die unzureichende Leistung ist:

  1. Mit dem Befehl esxtop können Sie ermitteln, ob der ESXi/ESX-Server überladen ist. Weitere Informationen zu esxtop finden Sie im Handbuch zur Ressourcenverwaltung für Ihre ESXi/ESX-Version:

    1. Überprüfen Sie den load average auf der ersten Zeile der Befehlsausgabe.

      Ein Lastdurchschnitt von 1,00 bedeutet, dass die physischen CPUs der Maschine auf dem ESXi/ESX-Server voll ausgelastet sind, und ein Lastdurchschnitt von 0,5 bedeutet, dass sie zu 50 % ausgelastet sind. Ein Lastdurchschnitt von 2,00 bedeutet, dass das System als Ganzes überladen ist.

    2. Überprüfen Sie das Feld %READY für den Prozentsatz der Zeit, während der die virtuelle Maschine bereit war, jedoch nicht zur Ausführung auf einer physischen CPU geplant werden konnte.

      Unter normalen Betriebsbedingungen sollte dieser Wert unter 5 % bleiben. Wenn die Werte für die Bereitschaftszeit auf den virtuellen Maschinen hoch sind, bei denen eine unzureichende Leistung auftritt, überprüfen Sie, ob eine CPU-Begrenzung vorhanden ist:

      • Stellen Sie sicher, dass die virtuelle Maschine nicht durch ein auf ihr festgelegtes CPU-Limit eingeschränkt wird.
      • Stellen Sie sicher, dass die virtuelle Maschine nicht durch den zugehörigen Ressourcenpool eingeschränkt wird.

        Weitere Informationen finden Sie unter Impact of virtual machine memory and CPU resource limits (1033115).

    Wenn der Lastdurchschnitt zu hoch ist und die Bereitschaftszeit nicht durch eine CPU-Begrenzung verursacht wird, passen Sie die CPU-Last auf dem Host an. Sie können die CPU-Last auf dem Host mit einer der beiden Vorgehensweisen anpassen:

    • Erhöhen Sie die Anzahl der physischen CPUs auf dem Host.

      ODER

    • Verringern Sie die Anzahl der virtuellen CPUs, die dem Host zugewiesen sind. Sie können die Anzahl der virtuellen CPUs, die dem Host zugewiesen sind, mit einer der beiden Vorgehensweisen verringern:

  2. Wenn Sie ESX 3.5 verwenden, ermitteln Sie, ob die gemeinsame Verwendung von IRQ ein Problem darstellt. Weitere Informationen finden Sie unter ESX has performance issues due to IRQ sharing (1003710).

Überreservierung des Arbeitsspeichers

So ermitteln Sie, ob eine Überreservierung des Arbeitsspeichers die Ursache für die unzureichende Leistung ist:

  1. Mit dem Befehl esxtop können Sie ermitteln, ob der Arbeitsspeicher des ESXi/ESX-Servers überreserviert ist. Weitere Informationen zu esxtop finden Sie im Handbuch zur Ressourcenverwaltung für Ihre ESXi/ESX-Version:

    1. Überprüfen Sie den MEM overcommit avg auf der ersten Zeile der Befehlsausgabe. Dieser Wert spiegelt das Verhältnis des angeforderten Arbeitsspeichers zum verfügbaren Arbeitsspeicher minus 1 wider.

      Beispiele:

      • Wenn die virtuellen Maschinen 4 GB RAM erfordern und der Host über 4 GB RAM verfügt, dann besteht ein Verhältnis von 1:1. Nach dem Subtrahieren von 1 (von 1/1), wird im Feld MEM overcommit avg 0 angezeigt. Es ist keine Überreservierung vorhanden, und es ist kein zusätzlicher RAM erforderlich.
      • Wenn die virtuellen Maschinen 6 GB RAM erfordern und der Host über 4 GB RAM verfügt, dann besteht ein Verhältnis von 1,5:1. Nach dem Subtrahieren von 1 (von 1,5/1), wird im Feld MEM overcommit avg 0,5 angezeigt. Der RAM ist um 50 % überreserviert, was bedeutet, dass 50 % mehr als der verfügbare RAM erforderlich sind.

    Wenn der Arbeitsspeicher überreserviert ist, passen Sie die Arbeitsspeicherlast auf dem Host an. Sie können die Arbeitsspeicherlast mit einer der beiden Vorgehensweisen anpassen:

    • Erhöhen Sie die Größe des physischen RAMs auf dem Host.

      ODER

    • Verringern Sie die Größe des RAMs, der den virtuellen Maschinen zugeteilt ist. Sie können die Größe des zugewiesenen RAMs mit einer der beiden Vorgehensweisen verringern:

      • Verringern Sie die Gesamtgröße des RAMs, der allen virtuellen Maschinen auf dem ESX-Host zugewiesen ist.

        ODER

      • Reduzieren Sie die Gesamtanzahl der virtuellen Maschinen auf dem Host.

  2. Ermitteln Sie, ob auf den virtuellen Maschinen Ballooning und/oder Auslagerung stattfindet.

    So ermitteln Sie Ballooning oder Auslagerung:

    1. Führen Sie esxtop aus.
    2. Geben Sie m für Arbeitsspeicher ein.
    3. Geben Sie f für Felder ein.
    4. Wählen Sie den Buchstaben J für Arbeitsspeicher-Balloon-Statistik (MCTL) aus.
    5. Überprüfen Sie den Wert MCTLSZ.

      MCTLSZ (MB) zeigt die Größe des physischen Gastarbeitsspeichers an, die durch den Balloon-Treiber freigegeben wird.

    6. Geben Sie f für Feld ein.
    7. Wählen Sie den Buchstaben für Arbeitsspeicher-Auslagerungs-Statistik (SWAP STATS) aus.
    8. Überprüfen Sie den Wert SWCUR.

      SWCUR (MB) zeigt die aktuelle Auslagerungsnutzung an.

    Um dieses Problem zu beheben, stellen Sie sicher, dass das Ballooning und/oder die Auslagerung nicht durch den Arbeitsspeichergrenzwert verursacht wird, der falsch festgelegt ist. Wenn der Arbeitsspeichergrenzwert nicht richtig festgelegt wurde, setzen Sie ihn ordnungsgemäß zurück. Weitere Informationen finden Sie unter:

Speicherlatenz

So ermitteln Sie, ob eine Speicherlatenz die Ursache für die unzureichende Leistung ist:

  1. Ermitteln Sie, ob das Problem mit dem lokalen Speicher zusammenhängt. Migrieren Sie die virtuellen Maschinen an einen anderen Speicherort.
  2. Reduzieren Sie die Anzahl der virtuellen Maschinen pro LUN.
  3. Suchen Sie nach Protokolleinträgen in den Windows-Gastbetriebssystemen, die wie die folgenden aussehen:

    The device, \Device\ScsiPort0, did not respond within the timeout period.

  4. Suchen Sie mit esxtop nach einer hohen DAVG-Latenzzeit. Weitere Informationen finden Sie unter Using esxtop to identify storage performance issues (1008205).
  5. Ermitteln Sie den maximalen E/A-Durchsatz, den Sie mit dem Befehl iometer erhalten können. Weitere Informationen finden Sie unter Testing virtual machine storage I/O performance for VMware ESXi and ESX (1006821).
  6. Vergleichen Sie die iometer-Ergebnisse für eine VM mit den Ergebnissen für eine physische Maschine, die mit demselben Speicher verbunden ist.
  7. Überprüfen Sie, ob SCSI-Reservierungskonflikte vorhanden sind. Weitere Informationen finden Sie unter Analyzing SCSI Reservation conflicts on VMware Infrastructure 3.x and vSphere 4.x (1005009).
  8. Wenn Sie einen iSCSI-Speicher und Jumbo-Frames verwenden, stellen Sie sicher, dass alles ordnungsgemäß konfiguriert ist. Weitere Informationen finden Sie unter:

  9. Wenn Sie einen iSCSI-Speicher und Multipathing mit dem iSCSI-Software-Initiator verwenden, stellen Sie sicher, dass alles ordnungsgemäß konfiguriert ist. Weitere Informationen finden Sie in diesen Abschnitten des iSCSI SAN-Konfigurationshandbuchs:

Wenn Sie ein speicherbezogenes Problem identifizieren:
  1. Stellen Sie sicher, dass das Hardware-Array und die HBA-Karten für ESX/ESXi zertifiziert sind. Weitere Informationen finden Sie in der Hardware Compatibility List von VMware.
  2. Stellen Sie sicher, dass das BIOS des physischen Servers aktuell ist. Weitere Informationen finden Sie unter Checking your firmware and BIOS levels to ensure compatibility with ESX/ESXi (1037257).
  3. Stellen Sie sicher, dass die Firmware von HBA aktuell ist. Weitere Informationen finden Sie unter Slow performance caused by out of date firmware on a RAID controller or HBA (1006696).
  4. Stellen Sie sicher, dass ESX die richtige Modus- und Pfadrichtlinie für den SATP-Speicher-Array-Typen und die PSP-Pfadauswahl erkennt. Weitere Informationen finden Sie unter Verifying correct storage settings on ESX 4.x, ESXi 4.x and ESXi 5.0 (1020100).

Netzwerklatenz

Die Netzwerkleistung kann erheblich durch die CPU-Leistung betroffen sein. Schließen Sie vor dem Untersuchen der Netzwerklatenz ein CPU-Leistungsproblem aus.

So ermitteln Sie, ob eine Netzwerklatenz die Ursache für die unzureichende Leistung ist:

  1. Testen Sie die maximale Bandbreite aus der virtuellen Maschine mit dem Iperf-Tool. Dieses Tool ist über https://code.google.com/p/iperf/ verfügbar.

    Hinweis: VMware unterstützt oder empfiehlt kein bestimmtes Dienstprogramm von Drittanbietern.

    1. Ändern Sie bei der Verwendung von Iperf die TCP-Fenstergröße auf 64 K. Die Leistung ist auch von diesem Wert abhängig. So ändern Sie die TCP-Fenstergröße:

      1. Geben Sie serverseitig diesen Befehl ein:

        iperf -s

      2. Geben Sie clientseitig diesen Befehl ein:

        iperf.exe -c sqlsed -P 1 -i 1 -p 5001 -w 64K -f m -t 10 900M

Weitere Informationen finden Sie unter http://openmaniak.com/iperf.php.

  1. Führen Sie Iperf mit einer Maschine außerhalb des ESXi/ESX-Hosts aus. Vergleichen Sie die Ergebnisse mit Ihren Erwartungen, abhängig von der physischen Umgebung.
  2. Führen Sie Iperf mit einer anderen Maschine außerhalb des ESXi/ESX-Hosts auf demselben VLAN auf demselben physischen Switch aus. Wenn die Leistung gut ist und das Problem nur mit einer Maschine an einem anderen geografischen Standort reproduziert werden kann, hängt das Problem mit der Netzwerkumgebung zusammen.
  3. Führen Sie Iperf zwischen 2 VMs auf demselben/derselben ESX-Server/Portgruppe/vSwitch aus. Wenn das Ergebnis gut ist, können Sie ein CPU-, Arbeitsspeicher- oder Speicherproblem ausschließen.
So gehen Sie vor, wenn Sie einen Engpass im Netzwerk identifizieren:
  1. Arbeiten Sie sich durch die Schritte in Troubleshooting network performance issues (1004087).
  2. Wenn Sie einen iSCSI-Speicher und Jumbo-Frames verwenden, stellen Sie sicher, dass alles ordnungsgemäß konfiguriert ist. Weitere Informationen finden Sie unter:

  3. Wenn Sie Network I/O Control verwenden, stellen Sie sicher, dass die Anteile und Grenzwerte für den Datenverkehr ordnungsgemäß konfiguriert sind. Weitere Informationen finden Sie unter Network I/O Resource Management in vSphere 4.1 with vDS (1022585).
  4. Stellen Sie sicher, dass Traffic-Shaping ordnungsgemäß konfiguriert ist. Weitere Informationen finden Sie unter Traffic Shaping Policy im ESXi/ESX-Konfigurationshandbuch.

Additional Information

Weitere Informationen zu den beschriebenen Themen finden Sie in den folgenden Ressourcen:

CPU

Arbeitsspeicher

Speicher

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